Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014




Ein sehr friedliches Jahr, für mich und meine Familie, neigt sich seinem Ende zu.

Es gab viele besondere Tage, deshalb auch viel zu feiern.
Im Januar wurde mein kleiner Sohn 2 Jahre alt,
kurz vorher habe ich meinen ersten Bloggeburtstag gehabt. 

Der Februar ist nicht mein Monat, es ist für mich der traurigster Monat im Jahr, weil am 23. Februar steht für mich jedes Jahr die Welt still.
Seit 5 Jahren ist unsere Elira nicht mehr bei uns.
Allerdings hat der kleine Sohn mit dem Kindergarten angefangen,
das war ein erfreulicher Schritt in seiner Entwicklung.

Im März habe ich meine erste Zwergenmütze gestrickt, und die wird, wie der Knochenkissen auch, wie verrückt angeklickt. Auch mein Rezept mit der Lauchfüllung ist der Renner.
Im März habe ich anscheinend die besten Beiträge geschrieben!

Im April wurde viel gelernt bei uns, ich nicht, aber der ältere Sohn.
Im April hatte er viele Klausuren geschrieben und viele  Referate vorbereitet.
Abiturstress fing an.

Mai ist so eine schöner Monat. Im Mai war der Geburtstag von meiner Elira, der in diesem Jahr genau auf den Muttertag fiel.
Es war ein sehr trauriger Muttertag,
gleichzeit habe ich voller Dankbarkeit mit meiner Familie den Muttertag begangen.
Vor 20 Jahren im Mai habe ich meinen Mann geheiratet und wir haben Porzellanhochzeit gefeiert.

Im Juni bin ich wieder ein Jahr älter geworden, aber die schönste Nachricht war, dass mein Sohn seinen Abitur bestanden hat.
Der Abiball war einer meiner Highlights in diesem Jahr!




Der Ramadan war im Juli. Fast den ganzen Monat lang haben wir gefastet.
Das war sehr anstrengent.

August war toll. Mein älterer Sohn ist volljährig geworden.
Wir haben Bayram gefeiert und waren danach 3 Wochen lang in Urlaub.
Wien, Kroatien und Venedig haben wir unsicher gemacht.
Einen Bericht über Venedig habe ich in diesem Jahr nicht geschafft,
das werde ich 2015 in Angriff nehmen :-)

Anfang September haben wir Besuch aus der Türkei, von meinen Eltern, bekommen.
Gemeinsam haben wir ihre Goldene Hochzeit gefeiert.

Der Oktober war weiterhin sehr turbulent.
Mein Sohn ist ausgezogen und studiert jetzt in einer anderen Stadt.
Alles sehr neu für uns, wir mussten uns ersteinmal daran gewöhnen.

Im November war ich für 2 Wochen meine Eltern besuchen.
Türkei im November war etwas anderes als gewohnt, aber trotzdem toll.

Im Dezember hatte der kleine Sohn viele Termine in der Kita
Der ältere Sohn hat Weihnachtsferien

Wir machen Familienurlaub zu Hause!



Ich wünsche euch allen ein frohes, neues, gesundes, Jahr 2015
mit vielen glücklichen Momenten!









Sonntag, 28. Dezember 2014

12tel Blick, Dezember 2014

Im Wandel der Jahreszeiten, wurde Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.

Ich habe ein Jahr lang unseren Garten beobachtet und die Veränderungen jeden Monat waren so nicht ersichtlich, jedoch wenn man die Bilder nebeneinander stellt, sieht man sehr genau die Jahreszeiten!

Dieses Projekt ist beendet und nächstes Jahr macht Tabea Heinicher mit einem neuen
12tel Blick weiter.

Macht doch einfach mit!








  
Mehr Fotos gibt es hier


 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Freitag, 19. Dezember 2014

Abschied...









...wir nehmen ständig Abschied von irgendetwas,  manches tut weh, weil wir es nicht ändern können, weil wir keinen Einfluss darauf haben, weil es so sein sollte, weil die Zeit dafür  gekommen ist.

Ich habe das Gefühl,  dass mein Leben geprägt ist mit Abschied nehmen. Zum Beispiel beneide ich Menschen die mit ihren Eltern in der gleichen Stadt leben, was für eine gegenseitige Bereicherung. 

Meine Eltern leben 3000 km von uns entfernt und wir sehen uns  1-2 mal im Jahr (schade für meine Kinder, die ohne Großeltern aufwachsen). Wir nehmen bei jeder Begegnung Abschied als wenn es das letzte Mal wäre.

Doch der schmerzhafteste Abschied ist, wenn wir unsere Liebsten für immer verlieren, sie einen lebenlang vermissen, weil dieser Abschied endgültig ist, weil wir keine ander Wahl haben.

Jetzt ist auch mein älterer Sohn ausgeflogen, in die weite Welt, wegen Studium und weil die Zeit dafür gekommen ist,  weil er neugierig auf das Leben ausserhalb der elterlichen vier Wände geworden ist, weil er jung ist.

Ich bin dankbar und froh noch einmal so spät Mutter geworden zu sein, weil ein kleiner knapp 3 jähriger Junge keine Zeit zum nachdenken lässt, weil er einen Tagesablauf hat, der eingehalten werden will.

Wir nehmen morgens Abschied voneinander und fallen uns am Nachmittag wieder in die Arme. Und das ist so ein schönes Gefühl.  Umarmt und geküsst werden, davon kann ich nicht genug bekommen von meinen Kindern.

Heute Abend kommt mein älterer Sohn nach Hause, darauf freue ich mich so sehr. Ich werde gleich sein Lieblingsessen kochen, ihn nachher umarmen, und ihm sagen wie sehr ich ihn Liebe.

An den Abschied, wenn er nach den Ferien zurück muss, möchte ich heute nicht denken.....

Alles Liebe

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Türkeireise im November, Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

Es ist wieder viel Zeit vergangen, und es war sehr ruhig hier auf meinem Blog. Doch das soll sich wieder ändern. Ich bin wieder da, und habe mir vorgenommen, wieder mehr Zeit zum bloggen zu nehmen.

Wie ich schon mal erwähnt hatte, war ich im November für 2 Wochen bei meinen Eltern zu Besuch in der Türkei. Es wurde ein ganz anderer Urlaub als gewohnt, weil nur der kleine Sohn und ich waren weg, und es war mehr *Familie besuchen* als *Erholung und Urlaub*. Wir wurden von meinen Eltern sehnsüchtig erwartet, weil unsere Reise ziemlich lang und beschwerlich ist. Nach der Landung in Istanbul, mussten wir uns sehr beeilen um den Katamaran zu erwischen, der uns zu meinem Heimatstadt bringen sollte. Die Überfahrt mit dem Katamaran dauert dann nocheinmal ca. 2 Stunden.

Der kleine Sohn war schon im Flugzeug sehr nörgelig und als die Reise mit einem "Boot" weiterging, hatte er keine Lust mehr, und hat alle Register gezogen. Ich glaube, dass war vorerst die letzte Reise, die ich alleine mit ihm unternommen habe :-)

Trotz aller anfänglicher Mühe und Stress, war der Urlaub sehr sehr schön. Endlich habe ich meine Familie und Freunde besuchen können. Einige habe ich schon seit Ewigkeiten nicht gesehen gehabt. Ich habe Besuch von meinen Cousinen und Cousins bekommen, habe ihre Kinder wiedergesehen, dass waren sehr schöne Erlebnisse und Erinnerungen. Viele kannten meinen jüngeren Sohn nur von den Fotos und jetzt haben sie ihn persönlich kennen gelernt, was mir sehr wichtig war. Ich bin ein Familiernmensch und möchte, dass meine Kinder den Kontakt zu ihrer türkischen Familie behalten und pflegen.

Der November ist im Nordwesten der Türkei noch nicht so kalt wie in Deutschland. Es war die Zeit des Oliven sammelns. Meine Heimatstadt ist berühmt für seine Oliven und Olivenöl. Viele Bekannte haben in der Zeit wo ich da war, Oliven gesammelt und ihren Olivenöl pressen lassen. Ich habe soviel Oliven als Gastgeschenk bekommen, dass ich das meiste gar nicht mitbringen konnte.  Nächstes Mal sollte ich vielleicht mit dem Auto runterfahren :-)

Ich hatte vergessen, wie schön salzig das Meer riecht. Ich finde diesen Meergeruch unbezahlbar!!! Ein großes Vergnügen, den viele meiner Landsleute teilen, ist am Meer zu sitzen und einen schwarzen Tee zu trinken. Ich habe es genossen, meinen Tee zu trinken und meinem kleinen Sohn beim spielen zu zusehen. Praktischerweise hat man an der Promenade die Spielplätze gebaut, wo man sein Kind im Auge behält und trotzdem das Meer rauschen hören kann (schwärm!).





Ich habe mein Geburtshaus besucht und diesmal fotografiert. Leider wurde es vor Jahren verkauft und ist doch jedesmal ein Anziehungspunkt für mich, wenn ich da bin. Das Haus steht in der Altstadt und darf nicht abgerissen und verändert werden. Der neue Eigentümer hat es sehr schön restauriert finde ich (das Bild oben links).

Es war auch  *Aşüre* Zeit im November und deshalb haben meine Freundinnen Aşüre gekocht und wir haben es dann gemeinsam in der Nachbarschaft verteilt. Wiki erklärt genau was Aşüre bedeutet : hier klicken.



Früher, in meiner Kindheit, haben wir immer in der Nähe der Moschee in unserer Straße gespielt. Wir haben die Wasserhähne aufgedreht, dort wo die Gläubigen ihre rituelle Waschung zu sich nahmen, und der Hoca hat uns jedesmal vertrieben und laut geschimpft. Ich habe die Mosche wieder besucht, und sie kam mir soooo klein vor, gar nicht so groß und mächtig wie in meinen kindlichen Erinnerungen. Sie ist auch vor einpaar Jahren restauriert worden. Als ich diese Fotos gemacht habe, war der Hoca auch da, allerdings war es ein anderer als damals :-)

Habe ich mal erwähnt, dass ich ein Faible habe für  *Alt Türkische Holzhäuser*? Ich habe sogar, damals vor gefühlten Millionen von Jahren meine Fachprüfungen darüber geschrieben (heut' zu Tage gibt es ja keine Fachprüfungen mehr, habe ich mir von meinem Sohn sagen lassen....)

In meiner Heimatstadt gibt es noch sehr viele, alte  Holzhäuser. Typisch an diesen Häusern sind die hervorspringenden Erker, sowie die von aussen unsichtbaren Hinterhofgärten. Je nach Region wird das Erdgeschoss anders genutzt. Bei uns wurde früher im Erdgeschoss die Olivenfässer aufgestellt und gewohnt wurde in den oberen Etagen.

Diese zum Teil wunderschönen Häuser stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht abgerissen werden. Diejenigen, die es sich leisten könne, lassen es Originalgetreu restaurieren, wieder andere verfallen oder fallen dem  "Feuer zum Opfer". Hier einpaar Eindrücke :







Diesen Beispiel gibt es auch :

Dieses Holzhaus steht seit Jahren leer und wird auch nicht restauriert, was sehr schade ist. Es gab noch andere Ruinen die ich aber nicht aufgenommen habe.





Der eigentliche Sinn meiner Reise in die Türkei, war mit meiner Familie und mit meinen Freunden einen *mevlüd* zu lesen.


  
Das bedeutet, eine Segnug, wobei ein Hoca nach Hause kommt und im Koran einige Suren vorliest. Und meistens beginnen diese mevlüds mit der Sure *YA SIN* (meine Lieblingssure!). Mein kleiner Sohn spielte dabei die Hauptrolle, und die Segnung war auch für ihn, damit er ein langes, gesundes Leben hat.

 
Was ich an der Türkei so liebe, ist die unbürokratische Regelung für Sachen, die hier in Deutschland nie und nimmer genehmigt werden würden. So zum Beispiel das *Lokma dökmek*, das heißt *Krapfen herstellen*. 

Es gibt ein Team von *lokmacı* (Krapfenherstellern),  die mietest du für 3-4 Stunden, die kommen dann vor dein Haus, bauen ihre Equipments auf und produzieren und backen Krapfen auf der Straße. Diese Krapfen werden dann an alle Menschen die zufällig dort vorbei gehen verteilt, umsonst natürlich. 

Die Bezahlung des *lokmacı* erfolgt je nach Mehlsack. Wir haben einen großen Mehlsack für ca. 500 Personen berechnen lassen, und das hat 400 TL gekostet, also so knapp 150 €.


Wir haben an dem *mevlüd* Tag einen *lokmacı* bestellt, der vor unserem Haus die Krapfen hergestellt hat, und wir haben dann unsere Gäste nach der Koranvorlesung mit Krapfen, Oliven, Käse und Tee bewirtet.


Es wurde ein sehr erfüllender Tag für mich. Meine Cousine aus Istanbul ist gekommen, meine Freundin aus Bursa, eine andere Freundin aus Burgaz. Menschen denen ich etwas bedeute kamen und haben an unserem so bedeutungsvollen Tag teilgenommen. 

Das schöne an solchen Versammlungen ist auch das teilen mit lieben Menschen. Man teilt Freud und Leid. Diesmal war das ein mevlüd mit einem sehr schönen Anlass. Aber ich habe auch mevlüds gehabt, die einen sehr traurigen Anlass hatten, wie den Tod. Aber auch das sollte man teilen, *geteiltes Leid ist halbes Leid* sagt ein deutsches Sprichtwort!

So, das war's erstmal aus meiner Heimatstadt. Ich hoffe es hat euch gefallen. In Teil 2 werde ich aus Mega-City berichten. Ja, genau Istanbul!!!

Bis bald...





Mittwoch, 3. Dezember 2014

12tel Blick, November 2014

Im Wandel der Jahreszeiten, wird Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.




Der November war sehr nass und grau bei uns hier im Norden. Eine Veränderung zum Vormonat ist deutlich sichtbar, der Garten sieht irgendwie traurig und verloren aus, ohne die bunten Blätter der Pflanzen.

Ich habe unseren Garten in der ersten hälfte des Monats aufgenommen, weil ich danach verreist bin.
 Hier noch die Bilder der vergangenen Monate :

 






 Mehr Fotos gibt es hier bei Tabea Heinicker    





















Freitag, 28. November 2014

Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen...



 
Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.
Zuerst weht ein leichter Wind,
Leicht bewegen sich
Die Blätter in den Bäumen.
In der Ferne, weit in der Ferne.
Pausenlos die Glocke der Wasserverkäufer.
Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.


İstanbul'u dinliyorum, gözlerim kapalı
Önce hafiften bir rüzgar esiyor;
Yavaş yavaş sallanıyor yapraklar, ağaçlarda;
Uzaklarda, çok uzaklarda, sucuların hiç durmayan çıngırakları
İstanbul'u dinliyorum, gözlerim kapalı.


Orhan Veli Kanık







Samstag, 8. November 2014

Alltag...

Hallo Ihr Lieben,

zur Zeit passiert bei uns so viel, dass ich gar nicht mehr zum bloggen komme. Der ältere Sohn studiert jetzt in einer anderen Stadt, und kommt jedes Wochenende nach Hause. Natürlich bringt er seine schmutzigen Wäsche mit :-) aber das ist auch ein Grund ihn jedes Wochenende zu sehen. Noch wohnt er in einem Studentenheim und freut sich Freitags nach Hause zu kommen. Vielleicht ändert sich das, wenn er erst eine eigene Wohnung hat....wer weiß. 

Der jüngere Sohn hat gerade in der Kita die Gruppe gewechselt und ist jetzt mit größeren und älteren Kindern zusammen, weshalb er noch eine Zeit zum eingewöhnen braucht. Der Abschied von der alten Gruppe wurde mit vielen Süßigkeiten und Eulen-Muffins gefeiert.



Bald bin ich bei meinen Eltern zu Besuch, deshalb wird es wieder ganz still hier werden, aber ich hoffe das ich nach meiner Rückkehr wieder viel zu erzählen habe. 

Bis dahin wünsche ich euch allen alles Gute.....

















Donnerstag, 23. Oktober 2014

12tel Blick, Oktober 2014

Im Wandel der Jahreszeiten, wird Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.



Der Oktober ist jetzt auch schon fast um, und unser Garten bereitet sich auch auf den Winter vor.
Eine große Veränderung zu September kann ich nicht feststellen, obwohl 
am Wall sieht es doch etwas kahler aus als im letzten Monat.
 Hier noch die Bilder der vergangenen Monate :






 Mehr Fotos gibt es hier bei Tabea Heinicker    


   






Samstag, 4. Oktober 2014

Erinnerungen....

Hallo ihr Lieben,

bevor ich mich wieder anders entscheide, möchte ich euch einen Erlebnis von mir teilen, welches mich sehr tief berührt hat.

Vor einpaar Monaten war mein jüngerer Sohn krank, und es war Wochenende, deshalb sind wir in das Kinderkrankenhaus gefahren, welches bei uns in der Nähe ist. Während wir im vollen Wartezimmer gewartet haben, sah ich einen Aufruf der Klinikseelsorgerin. Sie haben dringend, Kinderwagen und Kinderklamotten sowie Kinderspielzeuge gesucht. 

Sofort habe ich an unseren Kinderwagen gedacht, der noch sehr gut erhalten ist, und wir nicht gerade Menschen sind, die auf Flohmärkte oder bei Ebay Sachen verkaufen. Ich beschloss mich demnächst darum zu kümmern.

Es kam vieles dazwischen so dass ich erst vor kurzem wieder daran gedacht habe. Ich rief im Krankenhaus an und man verband mich mit der zuständigen Ordensschwester Schwester D.

Schwester D. ist die Seelsorgerin dieses katholischen Kinderkrankenhauses, und sie ist die Nachfolgerin von Schwester B. die mich nach dem Tod von meiner Tochter betreut hatte. Ich erzählte ihr  wer ich bin, und sie konnte sich noch sehr gut an unsere Geschichte erinnern und auch an den Namen von meiner Tochter. Da musste ich erst einmal Schlucken und eine kleine Träne verdrücken. Wir beide kannten uns nicht persönlich, jedoch wussten wir einiges voneinander. Wir verabredeten uns für die nächste Woche und ich sollte den Kinderwagen auf alle Fälle mitbringen, weil sie immer händeringend Kinderwagen benötigen.

Letzte Woche war es nun so weit. Nachdem ich den kleinen Mann im Kindergarten abgeliefert habe, fuhr ich weiter zum Krankenhaus.

Dieses Krankenhaus habe ich solange gemieden, bis der kleine Sohn einmal die Treppen runter fiel. Wir mussten sofort ins Krankenhaus, aber innerlich haben wir uns so sehr gesträubt dort wieder hinzufahren, wo unsere Tochter gestorben war. In diesem Krankenhaus hat meine kleine Elira den Kampf um ihr Leben verloren, obwohl die Ärzte und Schwestern alles mögliche unternommen haben, aber meine Tochter hat es nicht geschafft.

Doch wir mussten beide über unseren Schatten springen und mussten es für den kleinen Sohn tun. Mein Mann habe ich angesehen, wie sehr er sich überwinden musste, am Anfang hat er noch gesagt. "Geh' du bitte alleine ich kann nicht". Als ich geantwortet habe, dass ich Unterstützung brauche und es auch nicht alleine schaffe, kam er mit.

Schwester D. wurde ausgerufen, und Minuten später stand sie schon vor mir. Und obwohl wir uns zum erstenmal gesehen haben, waren wir uns sofort sehr vertraut. Sie hat eine kleine schwarzhaarige Türkin erwartet und als sie mich sah, habe ich ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht, ich sehe so gar nicht türkisch aus *zwinker*

Wir sprachen über alles mögliche, über sie, über ihren Beruf, über uns, über unseren großen Verlust....und ich habe wieder angefangen zu weinen, weil ich auch nach über 5 Jahren nicht sprechen kann, ohne zu weinen...

Ich habe nach Schwester B. gefragt, die mich damals betreut hatte, und die jetzt in eine andere Stadt gezogen ist. Ich habe noch regelmässig Kontakt zu ihr, aber da ich schon mal hier war, fragte ich natürlich wie es ihr geht. Da erfuhr ich, dass meine liebe Schwester B. einen Geschenk von mir, die ich ihr gegeben hatte, in Ehren hält, und immernoch benutzt.

Wir haben damals, als meine Tochter 3 Wochen alt war einen mevlüd gemacht, dass ist eine Segnung des Kindes, so ähnlich wie eine Taufe, aber bei uns findet alles zu Hause statt, und die Hoca, die aus dem Koran liest, kommt nach Hause. Hinterher gibt es etwas zu essen und man verteilt Geschenke an die Gäste. Wir haben damals Seidentücher aus der Türkei an die Gäste verteilt, und auch ich habe zwei Seidentücher für mich und für meine Tochter ausgesucht, die ich ihr später, wenn sie alt genug war, zum Andenken an ihren eigenen mevlüd, geben wollte.

Nun das ist bei uns nicht passiert, meine Tochter starb und dieser Seidentuch lag in ihrer Schublade und ich habe es nicht gewagt es anzufassen und war jedesmal sehr traurig, wenn ich es sah.

Damals war Schwester B.  mir eine sehr große Hilfe, ich konnte sie jeder Zeit anrufen, sie hörte mir zu und hat mir durch ihre Art alles bildlich darzustellen, enorm viel geholfen. Sie hat mich monatelang zu Hause und am Telefon betreut, und dafür war ich ihr so dankbar. 

Dann als sie eine andere Stelle in einer anderen Stadt annahm, habe ich ihr das Seidenetuch, welches für Elira gedacht war, geschenkt und wusste, dass es so sein sollte. (kime niyet kime kismet). 

Diese wunderbare Frau, hat es dankend angenommen und mir auch gleich gesagt, dass sie es beim beten benutzen wird. Als Ordensschwester beten sie viel und sie wollte es als Gebetstuch über ihre Schultern legen. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, weil das Tuch eine so sinnvolle Bestimmung haben sollte.

Nun, als wir mit Schwester D. so da sitzen und sie mir erzählt, dass Schwester B. damals so gerührt war und diese Geschichte im Haus der Ordensschwestern erzählt hat und das Schwester D. deshalb sich so genau an uns und an Eliras Namen  erinnern kann. 

Das hat mich so glücklich gemacht, das mir die Tränen nur so liefen. Eliras Name fällt heute selten  in einem Gespräch und es hat mich und meine Tochter geehrt, dass man noch an sie denkt, und sie mit einer liebevollen Geschichte verbindet.

Schwester B. und mich verbindet so viel obwohl sie eine katholische Ordensschwester ist und ich eine gläubige Muslim. Wenn man sich gegenseitig respektiert, können so wunderbare Freundschaften entstehen. 

In dem Sinne....alles Liebe...




(Entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler, aber wenn ich es noch überarbeite, werde ich mich bestimmt nicht trauen, dass abzuschicken).

Sonntag, 28. September 2014

Collage im September

Nachdem ich im August keine Collage rechtzeitig fertigstellen konnte, bedingt durch Urlaub und Besuch etc. bin ich im September wieder mit von der Partie.

Der Monat September war und ist seit jeher eines meiner Lieblingsmonate.
 Ich mag die Herbstfarben, Kastanien sammeln, Eichhörnchen beobachten, wie sie ihre Vorräte anlegen, den herbstlichen Sturm, wenn die Blätter von den Bäumen abfallen....all' das mag ich.

Der September in diesem Jahr war etwas ganz besonderes für mich und meine Eltern. 
Wir haben ihre Goldene Hochzeit gefeiert!!! 
Und zur Belohnung, weil sie es 50 Jahre miteinander ausgehalten haben (kicher!) 
haben wir sie noch auf einen Kurztrip geschickt. Sie wurden von uns hingefahren und  wieder abgeholt (so ein Service). 
Ich war permanent mit meinen Eltern beschäftigt und bin Abends früher eingeschlafen als mein jüngster Sohn. 
Aber es war schön. Ich habe alles sehr gerne gemacht, und jetzt sind sie wieder in der Heimat, und erzählen ihren Freunden von ihren Erlebnissen in Old Germany.

Das war mein September!



Birgitt sammelt auf ihrem Blog Erfreulichkeiten, jeden Monat Collagen des selbigen Monats.
Schaut doch mal rein.





Freitag, 26. September 2014

12tel Blick, September 2014



Im Wandel der Jahreszeiten, wird Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.

 

Der Herbst ist da! 




Und hier die vorangegangenen Monate : 







 Mehr Fotos gibt es hier bei Tabea Heinicker   

 

Dienstag, 23. September 2014

Kroatien

Unsere erste Woche haben wir auf der Pašman Insel verbracht, und weil wir jeden Tag einen anderen Strand aufgesucht haben, haben wir die Insel sehr gut kennengelernt (die Insel ist nur 21 km lang und 4,1 km breit). Man braucht ca. eine halbe Stunde um von einem Ende zum anderen zu fahren.

In dieser Woche haben wir täglich Börek zum Frühstück und frische Fische und Meeresfrüchte aller Art zu Abend gegessen. Die Insel lebt vom Fischfang und Tourismus. Und Feigenbäume gab es fast in jedem Garten, am Strand und überall wo man es nicht erwartet. Ich habe nicht gewusst, das es in Kroatien so leckere Feigen gibt....na gut so lecker wie die in der Türkei waren sie auch wieder nicht :-)

Hier einpaar Fotos :

In der gleichnamigen Stadt Pašman gab es herrlich ruhige Buchten zum Tauchen und Schnorcheln.

...leckere Feigen.



*Biograd na Moru*, eine Stadt in Norddalmatien, wollten wir auch noch vor unserer Abreise sehen und haben eine Sightseeing Tour dorthin gemacht. Wir sind bis nach *Tkon* mit dem Auto gefahren, haben dort geparkt und sind mit der Fähre rüber gefahren. *Biograd na Moru* (Biograd am Meer)  war durch mehrere Kriege und Zerstörungen leider nicht so interessant wie die Stadt Zadar.

Blick von der Fähre auf die Altstadt

Biograd hat zwei große Marinas

Bouganville und Palmen

Altes hat seinen eigenen Charme....


Alle hatten den gleichen Briefkasten....

Die Kirche der Heiligen Anastasia


In der zweiten Woche, haben wir die Pašman Insel verlassen und sind Richtung Istrien gefahren. Wir haben in *Kostrena* (in der Nähe von *Rijeka*) ein Haus gemietet um auch diese Region kennen zu lernen.

Der Blick von unserer Terrasse aus...

...die Neptun Statue...

...das glasklare Wasser - herrlich!

Die Stadt *Bakar* :






... und meine Lieblingsstadt in Kroatien :*Opatija*:

*Opatija* (dt. Sankt Jakobi) ist ein Seebad an der Kvarner-Bucht und gilt als einer der ältesten Fremdenverkehrsorte Kroatiens. Diese wunderschöne Stadt, die immernoch eine sehr elegante Ausstrahlung hat, wird "Perle der Adria" oder auch "Königin des Tourismus" bezeichnet.

Durch kaiserliches Dekret vom 4. März 1889 wurde Opatija zum ersten heilklimatischen Kurort an der österreichischen Adriaküste erhoben. Adel, darunter viele gekrönte Häupter aus ganz Europa und das Großbürgertum machten es zu einem auch international bekannten Seebad.

Das Ende Österreich-Ungarns die Übergabe an Italien  nach 1918 und an Jugoslawien nach 1945 führten zu einem Abstieg und Niedergang des Kurortes, dessen Fremdenverkehr vor allem in der jugoslawischen Epoche an Qualität verlor. 

Seit der Mitte der 1990er Jahre ist wieder ein deutlicher Aufschwung zu bemerken. 
(Quelle Wikipedia)

Die 12 km lange Strandpromenade "Lungomare" mit vielen eleganten Hotels...

...sehr schön angelegte Parkanlagen....

Angiolino Park /Sveti-Jakob Park

...verschiedene Neostil Architektur...

Die Kirche der Verkündung aus dem Jahre 1906






...subtropische Pflanzen...

Angiolino Park /Sveti-Jakob Park

Deftige Hausmannskost im Naturpark Učka


Sooooo, hier endet unsere Kroatienreise. Wir haben in den zwei Wochen ein wunderschönes Land, mit einer sehr angenehmen Klima und einer vielfältigen Kultur kennen gelernt. 

Kroatien kannte ich von früher, als wir quer durch Jugoslawien Richtung Türkei fuhren. Damals wusste ich nicht, dass es in Jugoslawien soviele Bevölkerungsgruppen gab. 

Damals wie heute leben Kroaten, Albaner, Bosnier, Mazedoner, Montenegrer, Serben und ganz wenig Türken in einem zerstückeltem Land, die alleine nicht mehr das sind, was Jugoslawien früher einmal war. Nach dem Balkan Krieg, Anfang der 90'er Jahre, versuchen alle Länder irgendwie auf die Beine zu kommen, was keinem so recht gelingen will. 

Wir haben mit vielen Kroaten gesprochen, die wieder die Hoffnung haben, dass nach dem EU Beitritt die Wirtschaft in Kroatien angekurbelt wird. Ich wünsche es ihnen, denn Kroatien ist wirklich ein wunderschönes Land, wo es sich lohnt, Urlaub zu machen.


Do viđenja!