Montag, 23. Februar 2015

Eliras Reise...









Heute vor 6 Jahten hat meine Tochter Elira ihre Augen für immer verschlossen, und ist in eine andere Welt entflogen, welches wir nicht kennen. 

Jedoch glaube ich, dass es ihr dort besser geht, als es hier auf der Erde der Fall war. Ich glaube fest, dass es dort wo sie ist, es keine Krankheiten, keine Schmerzen und keine Behinderungen gibt. Wahrscheinlich spielt sie da, mit vielen anderen Kindern, auf einer Blumenwiese und wartet auf mich.

Ich frage mich , wie sie jetzt mit fast acht Jahren ausgesehen hätte? Ist sie in ihrer Welt auch mitgewachsen?  Oder ist sie weiterhin ein Baby von 21 Monaten? Wird sie mir als ein junges Mädchen oder als junge Frau entgegen kommen, wenn es Zeit für mich wird zu ihr zu gehen?

Was macht sie den ganzen Tag dort? Vermisst sie mich? Sind die Tage für sie genauso lang, wie für mich oder haben sie eine andere Zeiteinheit?

Vielleicht sind die 6 Jahre die ich ohne sie war, für sie nur ein 1 Tag oder auch nur ein Augenblick gewesen? 

Wer tröstet sie, wenn sie weint? Weint sie überhaupt? Vielleicht weint man in dieser anderen Welt gar nicht. 

Und was ist mir den Folgekindern? Entscheiden die verstorbenen Kinder mit, ob und wer das Folgekind sein darf?

Sind sich die Seelen meiner beiden Kinder begegnet? Die des Verstorbenen  und die des Ungeborenen?  Ist sie jetzt ein Schutzengel für ihre Geschwister? Ist sie ständig um uns herum, nur wir können sie nicht sehen?

Ich wünschte jemand würde mir meine Fragen beantworten, wo mein Kind ist, wie die andere Welt ist, und wie sie funktioniert. 

Wäre es dann leichter für mich?




Anders besser



Es wird besser, sagen die anderen,
es wird anders, sage ich,
denn der Schmerz hat sich gewandelt,
doch verlässt er mich nicht.

Es ist anders, sagen die andern,
es ist besser, sage ich,
denn das Leben ist jetzt klarer
und viel tiefer für mich.

Es wird leichter, sagen die anderen,
es wird schwerer, sage ich,
denn im sechsten Jahr, mein Kind,
spricht kaum noch jemand über dich.

Es ist schwerer, sagen die anderen,
es ist leichter, sage ich,
denn dies Leben ist befristet,
ja, ich freue mich auf dich.

Anders - besser,
schwerer - leichter,
nichts ist, wie es vorher war.
als ob eigentlich nichts geschah.

Doch für mich ist alles anders,
ob es vorher besser war,
kann ich gar nicht mehr so sagen,
eines ist mir aber klar:

Du lebst dort ganz sicher weiter,
anders, besser, leichter, schön!
Hast das Schwere schon bestanden,
ich kann dich im Licht nur sehn.

Du scheinst mir hinein ins Dunkel,
das mich oft umgibt, mein Kind,
hilf mir, an das Licht zu glauben,
bis wir dann zusammen sind.

(Regina Tuschl) 



☆Nur içinde yat, canım yavrum☆Mekanın ışıklarla dolu olduğundan eminim☆





Dienstag, 10. Februar 2015

MarmaRay, das Jahrhundertprojekt von Istanbul



Hallo Ihr Lieben,

wie ich euch schon vor einpaar Wochen angekündigt habe, kommt hier mein Bericht zu einem Bauprojekt, der zwar nicht einmalig ist, weil es existieren schon Unterwassertunnels auf dieser Welt. Doch dieser Tunnel verbindet zwei Kontinente, Europa und Asien,  und das ist einmalig!!!

Istanbul ist groß, groß ist kein Ausdruck für diese Stadt, megagroß, riesig, riesengroß,  unermesslich, gewaltig, ausgedehnt, großräumig, weiträumig, umfangreich etc. etc. Sie ist ein Megacity.

Istanbul hat geschätzte 15 Mio. Einwohner, aber das sind geschätzte Zahlen, weil die tatsächliche Einwohnerzahl zu ermitteln ist schier unmöglich, weil sie ist auch die Stadt in der Türkei, die jährlich die höchste Einwanderungszahlen aus dem Inland hat. 

Sie ist sehr weitläufig, ca. 5.500 qkm. Man kann stundenlang fahren, und man befindet sich immernoch in Istanbul. Zu bestimmten Zeiten sollte man in dieser Stadt kein Auto fahren. Mein Cousin meinte vor 9 Uhr und nach 21 Uhr, sollte man fahren, dazwischen steckt man nur im Stau.

Aber Istanbul ist ständig im Wandel, sie verändert sich täglich. Die große Flut der Menschenmenge wird mit den Fährschiffen, mit den Katamaranen und jetzt mit der Metro von *Europa* nach *Asien* transportiert. Es gibt zwei Hängebrücken über den Bosporus und an der dritten Brücke wird schon gebaut. Trotzdem reichte das nicht. 

Schon vor 150 Jahren gabe es die Idee, einen Tunnel unter dem Bosposus zu bauen, damals hat der Sultan Abdulmecit Zeichnungen anfertigen lassen und es war von einem *Deniz Tünneli* (Meerestunnel) die Rede.

Doch erst 2004 wurde der Grundstein für den Bau dieses Jahrhundertprojekts gelegt und seit Oktober 2013 ist die Metroverbindung zwischen den Haltestellen *Ayrilik Cesmesi* (asiatischer Teil) und *Kazli Cesme* (europäische Seite) in Betrieb. 

Die jetzige Metrovebindung umfasst 14 km und 1,4 km davon ist unter dem Meer. Zur Zeit befördert die Metro täglich 110.000 Menschen pro Tag in beide Richtungen. Wenn die Strecken komplett ausgebaut sind, sollen Nah,- sowie Fernverkehr an das vorhandene Eisenbahnnetz angebunden werden.



Quelle: Wikipedia


Seitdem Marmaray in Betrieb ist, war der Wunsch von mir groß, einmal mit dem Metro den Bosposrus zu überqueren bzw. unterqueren.  Und da ich sowieso einige Familienmitglieder in Istanbul besuchen wolllte, habe ich beides kombiniert. Familienbesuch mit Sightseeing :))))

Witzigerweise ist es für jemanden, der in Istanbul wohnt und den Marmaray selbstverständlich benutzt nichts großartiges, es ist einfach nur ein Transportmittel. Natürlich wird es begrüßt, zumal für die Menschen, die auf der asiatischen Seite wohnen aber auf der europäischen Seite arbeiten,  ist es eine enorme Zeiteinsparung. 









Eingestiegen sind wir auf dem asiatischen Teil, die Haltestelle heißt *Ayrilik Cesmesi* auf deutsch heißt sie : *Trennungsspringbrunnen* bzw. ein Treffpunkt wo man sich verabschiedet. Irgendwie typisch türkisch, dieser Name für eine Haltestelle :))))

Die Strecke unter dem Meer zwischen Üsküdar und Sirkeci ist 1,4 km lang und dauert ca. 5 Minuten. Ich hatte den Eindruck, dass die Luft unter dem Meer etwas kühler war, aber vielleicht habe ich es mir auch nur eingebildet.

An der Haltestelle *Yenikapi*, auf der europäischen Seite, sind wir ausgestiegen, weil unser Istanbul-Guide meinte, das es die schönste Station von allen ist, und weil es dort  viel zu sehen gibt.

Und sie hatte Recht. Während der Bauarbeiten wurden hier viele archälogischen Funde zur Tage gebracht, so das man ein neues Museeum dafür eröffnen wird. An der Metrostation, hat man auch einen Schiffswrack sowie Amphoren ausgestellt. Die Wandornamente erinnern an den byzantinischen Hafen, den es vor vielen Jahrhunderten, hier an dieser Stelle gab.

Die Bauarbeiten begannen im Mai 2004. Bei den Arbeiten an der Station Yenikapı wurden Überreste des antiken Hafens von Byzanz aus dem 4. Jahrhundert inkl. 33 Schiffen sowie bis zu 8500 Jahre alte Gräber gefunden. Für das Marmaray-Projekt hatte dies einen örtlichen Baustopp zur Folge. Am 13. Januar 2011 wurden die archäologischen Ausgrabungen abgeschlossen Für die bei den Grabungen gefundenen Objekte soll ein neues Museum geschaffen werden.
(wikipedia) 



Yenikapi Metrostation

Das ist die Metrostation *Yenikapi*

An den Wänden ist der byzantinischer  Hafen dargestellt



Das ist die Kuppel, mit wunderschönen Tulpen Motiven

Die Wände sind mit türkischen Keramiken geschmückt


Das ist Fatih Sultan Mehmet, der Istanbul 1453 von den Byzantinern erobert hat.

Gefunden wurden 33 Schiffswracks, wovon einige sehr gut erhalten sind
 


 
Hier endet nun unsere Reise mit dem Marmaray (der Name setzt sich vom Marmarameer und dem türkischen Wort *ray* für Schiene zusammen).

Meine beiden Begleiter, der kleine Sohn und die Tochter von meiner Cousine, waren sehr geduldig mit mir, ich hätte noch zig andere Stätte besichtigen können, aber das mache ich ein anderes Mal.

Wir fuhren die Strecke noch einmal zurück, haben noch in Kadiköy, auf der asiatischen Seite, den Fährschiffen zugeschaut, und sind dann nach Hause gefahren....

Atatürk Statue, dem Begründer der modernen Türkei


Haldun Taner Theater in Kadiköy




Das waren meine Bilder aus Istanbul. Da das Wetter leider miserabel war, konnte ich keine weiteren Fotos machen. Ich hoffe irgendwann das nachholen zu können...

Bis dann....



Donnerstag, 5. Februar 2015

Wörter mit E.....

Es geht weiter im Alphabet von Sonja und in diesem Monat ist der Buchstabe E dran.
Mit E habe ich viele *Herzenswörter* die ich hier bildlich dargestellt habe.





 E wie Elira:
Meine Tochter hieß Elira, deshalb habe ich eine Buchstaben Kette mit E.

E wie Elbe:
Ich wohne in einer wunderschönen Stadt, direkt an der Elbe.

E wie Einbauküche:
Früher habe ich als Küchenplanerin gearbeitet, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

E wie Eltern:
Meine Eltern bedeuten mir sehr viel. Sie sind meine wahren Freunde,
 Beschützer und die treusten Begleiter durch die ganzen Jahre.

E wie Ernie:
...liebt doch irgendwie jedes Kind, oder?

E wie Elbphilharmonie:
Potthäßlich und kein Wahrzeichen, wie die Politiker es gerne hätten. 
Unser Wahrzeichen ist und bleibt der Michel.

E wie Essen:
Essen gehört für mich definitiv zu meinen Lieblingswörtern :)))))
Ich esse gerne und stelle mich dafür auch gerne stundenlang in die Küche. Am liebsten esse ich türkisch, aber auch nur, weil ich nur türkisch kochen kann. Wenn ich jemanden hätte, der gut und anders kocht, hätte ich sicherlich auch andere Vorlieben.

E wie Entspannen:
Was gibt es schöneres als am Strand zu liegen, ein kaltes Getränk in der Hand, 
die Sonne über dir und ein schönes Buch lesen. 
Das ist Entspannung pur.


Erdbeeren esse ich auch gerne und trinke gerne Eiskaffee. Elefanten finde ich total süß, und Enten füttern wir auch sehr oft mit dem kleinen Sohn. Ach , es gibt noch viele andere Wörter aber die könnt ihr hier, auf  Sonjas Blog Dreamlightpictures finden.

Bis bald


Montag, 2. Februar 2015

12tel Blick, Januar 2015

Der Januar im neuen Jahr ist schon um und ich habe auch endlich einen *Blick* gefunden. Die Suche war diesmal recht schwer, weil ich keine Idee hatte, welches Motiv ich nehmen sollte. Dann fiel mir eine Stelle ein, wo ich mit dem kleinen Sohn zum Spielplatz gehe, und jetzt habe ich beschlossen, diese Stelle ein Jahr lang zu beobachten.

Ich mache jetzt zum zweiten mal mit, bei dem Fotoprojekt 12tel Blick von Tabea Heinicker, wo ein Motiv das ganze Jahr über aus der gleichen Perspektive beobachtet wird. Und am Ende des Jahres hat man den Wandel der Jahreszeiten miterlebt.

Und hier ist mein Motiv :





Mehr Fotos findet ihr *hier*