Montag, 22. Juni 2015

Türkei Rundreise Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

nach etlichen Wochen, habe ich ein wenig Zeit für mich gefunden um zu bloggen und von uns zu berichten.

Nun ist endlich auch der Kita-Streik beendet, wovon wir auch betroffen waren und wo der kleine Sohn zu Hause war und nicht verstand, warum er nun nicht in den Kindergarten durfte Wir haben es versucht zu erklären, aber er hat es nicht so ganz verstanden und nach 2 Wochen, hat er auch nicht mehr nach der Kita verlangt. In dieser Zeit war bei uns an nichts anderes zu denken als, den kleinen Mann zu beaufsichtigen, spielen und Freunde einladen damit er wieder mit gleichaltrigen zusammen ist.

Also ich muss gestehen, dass die Zeit mir enorm zugesetzt hat. Ich habe es vermisst, dass Kind in die Kita zu fahren und danach 5 Stunden Zeit nur für mich zu haben. Wenn das komplett entfällt, merkt man erst, was die Erzieher uns gutes tun. Deshalb sollen und müssen sie gut bezahlt werden, sie machen einen wirklich guten und wichtigen Job. 

Nach der 3. Streikwoche sind wir in Urlaub gefahren, weil wir schon vorher gebucht hatten und weil wir jetzt ja kein schulpflichtiges Kind mehr haben, wollten wir außerhalb der Saison mal Urlaub in meiner Heimat machen.

Wir waren diesemal in der Ägäis unterwegs, *dort wo die Götter wohnen*. Meine Mutter kommt aus der Nähe von Izmir und ich habe noch sehr viel Verwandschaft dort, deshalb haben wir unseren Hotel Urlaub mit Verwandschaftsbesuch und Sightseeing kombiniert, und zusammen gekommen ist ein herrlicher Urlaub, ohne viel Tourismus.

Angefangen hat unser Urlaub bei meinen Eltern, die in einer Kleinstadt am Marmara Meer wohnen. Meine Mutter war zwar im April erst bei uns in HH, aber trotzdem war das Wiedersehen sehr schön. Wir wurden erwartet, man hatte unsere Betten hergerichtet und unsere Lieblingsessen waren gekocht. Nur bei meinen Eltern fühle ich mich noch wie ein kleines Mädchen, und lasse mich gerne von ihnen verwöhnen. 

Anfang Juni habe ich Geburtstag, deshalb haben wir nach Jahren wieder Gelegenheit gehabt, zusammen meinen Geburtstag zu feiern. Leider hat an dem Tag das Wetter nicht mitgespielt, es hat den ganzen Tag über genieselt und geregnet, aber weil unsere Tage gezählt sind, haben wir den Plan einen Ausflug nach Gölyazı/Apolyont zu machen trotzdem ausgeführt.


Gölyazi ist eine kleine Halbinsel im Ulubat See. Sie ist in den letzten Jahren sehr berühmt geworden, weil man hier noch viele alte Holzhäuser, alte verwinkelte Gassen sehen kann und auf dem Ulubat See rudern und frischen Fisch essen kann. Außerdem gibt es hier den *Ağlayan Çınar* (den weinenden Platanenbaum). Ein uralter, ca. 750 Jahre alter Platanenbaum, der zwar zur Seite gekippt ist, aber weiterhin blüht und gedeiht. Auch dieser Baum hat eine bittersüße Liebesgeschichte zu erzählen, aber da bei uns Türken alles eine traurige Geschichte hat, lasse ich es mal so stehen. 


Am nächsten Tag waren wir in Bursa, der einstigen Hauptstadt des Osmanischen Reiches, sie wurde auch *yesil Bursa* genannt (grünes Bursa), wegen der grünen Landschaft drum herum.
In Bursa gibt es die *Ulu Camii* (die große Moschee), ich war schon so oft hier, war aber nie drinnen, das musste ich natürlich nachholen. Und ich war so überwältigt von der inneren Schönheit der Moschee, weil sie ganz anders konstruiert ist, als die anderen bekannten Moscheen. 

Die Ulu Camii hat nicht eine große Kuppel, sondern 20 kleine Kuppeln, die nebeneinander gereiht sind. 


Auch hat sie im inneren einen Brunnen, wo die Männer ihre rituelle Waschung vornehmen können. 


Eine andere Besonderheit, die diese Moschee hat, sind die Kalligrafien an den Wänden. Entweder sind die Kalligrafien eingerahmt, oder direkt an die Wände aufgetragen.








Auch die Umgebung des Ulucamii ist sehenswert, es gibt, wie in der Islamischen Architektur üblich, viele Brunnen, die zum verweilen einladen. Wir haben den kleine Sohn nicht mehr von den Brunnen weg bekommen, weil er mit dem Wasser spielen wollte.


Unglücklicherweise hat mein Bildschirm seinen Geist aufgegeben, ich muss jetzt erstmal warten bis ich Hilfe bekomme. Das schon geschriebene veröffentliche ich erst einmal.

Alles Gute


Kommentare:

  1. Das waren schon mal schöne Eindrücke von Deinem Heimatland, Papatya.
    Ich freue mich schon auf mehr und drücke Dir die Daumen, dass bald wieder alles funktioniert.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Dir die Zeit für Dich gefehlt hat. Das würde mir auch so gehen und meinem Sohn ebenso. Es ist so wichtig, auch mal Zeit für sich selbst zu haben und für die Kinder mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Zum Glück waren wir nicht von dem Streik betroffen. Die Erzieherinnen leisten eine sehr wichtige und wertvolle Arbeit. Der Kindergarten ist gerade was die Sozialkompetenz angeht, so wichtig für dir Kinder. In Hinblick auf die Schule und auch fürs ganze Leben. Ich war selber nicht im Kindergarten und hatte in dieser Hinsicht immer Probleme. Bis heute.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Die kurze Zeit, die man für sich hat ist wirklich sehr kostbar. Man kann praktisch nichts mehr tun, Sport machen entfällt komplett. Natürlich ist es für die Kleinen auch nicht gut, sie wollen ihre Freunde und ihre Umgebung. Bei uns in der Gruppe gibt es jetzt viele Kinder, die wieder eingewöhnt werden müssen, weil die Zeit des Streiks war einfach zu lange. Nun gut.
      Schön das dir mein Bericht über die Türkei gefällt. Es geht auch bald weiter.
      Liebe Grüße

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  2. Na mensch, kann ich mir auch gut vorstellen, dass das für dich und auch den kleinen Mann eine Belastung ist.
    Aber der Urlaub scheint ja wirklich sehr schön gewesen zu sein :)

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    1. Der Urlaub war toll. Mein Bericht geht auch gleich weiter.
      Liebe Grüße

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