Dienstag, 23. Juni 2015

Türkei Rundreise Teil 2

So, nachdem der Herr des Hauses meinen Bildschirmproblem behoben hat, kann es weiter gehen.

Unsere Rundreise haben wir mit dem geliehen Skoda von meinem Vater gemacht. Das Auto ist nicht besonders groß, aber da wir nur zu dritt waren, hat es gereicht. Die Straßen in der Türkei sind mittlerweile sehr gut ausgebaut, meistens zwei-spurig und ohne Schlaglöcher. Ich war wirklich sehr angenehm überrascht, wie weit die technische Infrastruktur sich in den lezten Jahren gebessert hat. Die Türkei ist im Wandel, und man sieht es sofort.

Unseren Hotel haben wir schon aus Deutschland gebucht, weil es günstiger ist und weil wir uns die *auf gut Glück* sucherei vor Ort ersparen wollten. Unser Ziel war Özdere, ein kleines Örtchen in der Mitte von Cesme und Kusadasi. Hier gibt es viele einheimische Touristen, Franzosen und Engländer. Die Deutschen und Russen haben Özdere noch nicht entdeckt, (was noch nicht ist, kann ja noch werden)!!!



Das Hotel ist so gut in die Umgebung integriert worden, so dass man sich fragt, was zuerst da war, das Hotel oder die Landschaft. Das Hotel hatte zwei Buchten, und wir haben uns sehr oft am Strand aufgehalten. Und natürlich gab es hier auch das besetzten der Liegestühle mit den Handtüchern, obwohl genug Liegestühle vorhanden waren.





Die Lage von Özdere ist hervorragend gewesen, um einen Tagesausflug nach Efes / Ephesos zu machen und zum Abendessen wieder im Hotel zu sein. Bis Selcuk / Ephesos waren es ca. 30 km Küstenstraße, bischen kurvig aber erträglich. Wir waren in knapp 45 min. dort.

Efes / Ephesos ist eine grandiose Antike Stadt, wo früher die Griechen und später die Römer angesiedelt waren. Vieles ist noch gut erhalten wie z.B. die  Celsus Bibliothek


oder das große Theater


In Ephesos wimmelte es nur von japanischen, amerikanischen und italienischen Touristen. Es war so voll, weil einen Tag vorher ca. 5!!!! Kreuzfahrtschiffe in Kusadasi angelegt hatten. Nun gut, im getummel mit dem Touristen haben wir unsere Fotos trotzdem gemacht, und auf einigen Bildern sieht es so leer aus, das man denken könnte, man wäre alleine gewesen.








Nachdem wir uns eine Zeitlang ausgeruht haben, fuhren wir weiter zum Haus der Heiligen Mutter Maria, die ca. 10 km von Ephesos entfernt ist.

Der Islam erkennt Jesus Christus als Propheten und seine Mutter als Jungfrau Maria an. Deshalb wird ihre letzte Wohnstätte neben den Christen auch von den Moslems besucht.

Das Haus liegt sehr friedlich und ruhig auf einer Anhöhe von 420 auf dem Nachtigallenberg. Es ist verboten im inneren des Hauses zu fotografieren, deshalb gibt es nur Aussenaufnahmen von diesem schönen Ort.






Nach einem schwarzen Tee, den wir zur Stärkung getrunken haben, ging es wieder zurück ins Hotel. Rechtzeitig zum Abendessen waren wir wieder da.

Dieser Ausflug war auch eine Reise in meine Vergangenheit, weil im Jahre 1978 habe ich die gleiche Reise, damals noch mit meinen Eltern und meinen Tanten, unternommen.
Damals gab es noch keine Eintrittspreise und keine Touristen. In Efes waren wir damals die einzigen, die sich die *alten Steine* angeschaut haben.

Meine Tante, ich, meine Mutter, mein Vater, meine andere Tante und mein Onkel

Mein Vater und mein Bruder

Mein Bruder, Vater, ich und meine beiden Tanten

Hier bin ich mit meiner Mutter und meinem Bruder

Mein Papi

Und bei Meryemana (im Haus von der heiligen Mutter Maria) durfte man damals noch fotografieren.

ich bin die, die eine Kerze in der Hand hält


Meine Eltern und Bruder

Soooo, hier beende ich den zweiten Teil unserer Rundreise. Wenn mein PC mich nicht im Stich läßt, kommt Teil 3 recht bald. Bis dann....


Kommentare:

  1. Deinen Blick in die Vergangenheit hat mir dazu auch sehr gut gefallen.
    Wie krass sich das geändert hat. Unvorstellbar bei den Massen von heute, dass Ihr damals die einzigen ward.

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Massentourismus ist ein Fluch und ein Segen zugleich. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass mit den Eintrittsgeldern solche Kulturgüter geschützt werden, auf der anderen Seite sind die Gebühren für die Einheimischen Bevölkerung zu hoch. Die Welt hat sich in den letzten 40 Jahren total verändert.

      Löschen
  2. Tolle Fotos und mir fällt ein, dass ich schon ewig nicht mehr in der Türkei war. Der Mann früher jeden Sommer 6 Wochen und nun... Aber irgendwann wenn die Kids aus dem Haus sind, dann können wir auch wieder weiter weg.
    LG
    Manu

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Manu, so denke ich auch immer. Wenn der kleine Sohn älter ist, können wir auch andere Länder entdecken, aber noch ist es einfacher in vertraute Länder zu reisen, die nicht so weit sind und wo man Land und Leute kennt. Die Zeit vergeht schnell, irgendwann wird es soweit sein. Ganz liebe Grüße zu dir.

      Löschen