Dienstag, 27. Oktober 2015

Aşüre / Arche Noah Dessert

Also, es war einmal ein Prophet der hieß Noah......

...als die Sintflut vorüber war und die Arche auf dem Berg Ararat gestrandet war, ließ Noah alle noch an Bord befindlichen Nahrungsmittel zusammen tragen und kochte zur Feier des Tages eine Süßspeise, die Aşüre, und teilte sie mit den anderen Überleben der Sintflut.




Und an Anlehnung an diese Geschichte wird die Aşüre Süßspeise am 10. Tag des islamischen Monats Muharrem in großen Töpfen gekocht und an mindestens 7 Familien / Nachbarn verteilt. Es müssen mindestens 7 verschiedene Zustaten beinhalten.

Wir sind jetzt mitten drin, im Muharrem Monat und meine Schwägerin hat wieder, wie jedes Jahr auch,  Aşüre gekocht und uns einen kleinen Schüssel mitgebracht.

Seit meine Mutter nicht mehr hier lebt, hat meine Schwägerin diese ehrenvolle Aufgabe übernommen und verwöhnt uns jedes Jahr damit.

Ich esse Aşüre sehr gerne, bin aber auch die einzige die es gerne mag. Mein Mann und meine Söhne mögen es nicht und deshalb lohnt es sich auch nicht, dass ich es lerne und nachkoche.

Die Zutaten sind bekannt Weizen, Bohnen, Kichererbsen etc. doch es kommt beim kochen darauf an, dass das ganze nicht zermatscht und eine bräunliche Farbe annimmt. 

Also ich für meinen Teil, lasse mich weiterhin verwöhnen, aber wenn jemand nach kochen möchte, bitte hier das Rezept :

Zutaten:


125 g Weizenschrot
 50 g weiße Bohnen
 50 g Kichererbsen
 50 g Reis
200g Zucker
 50 g Sultaninen
 50 g Aprikosen
 50 g Feigen
 50 g Süße Mandeln
 50 g Walnußkerne
1 Granatapfel
2 EL Rosenwasser
2 EL Stärkemehl


1)      125 g Weizenschrot in reichlich Wasser

2)      50 g weiße Bohnen in reichlich Wasser

3)      50 g Kichererbsen in reichlich Wasser

am Vortag getrennt einweichen.

Weizen mit reichlich Wasser 5-6 Std. bei mittlere Hitze kochen.

Die weißen Bohnen, Kichererbsen und den Reis ca. 1 1/2 Std. in reichlich Wasser kochen.

Auf einen dritten Topf ein feines Sieb legen.

Weizen, Bohnen, Kichererbsen und Reis in den Sieb gießen.

Die aufgefangene Flüssigkeit auf 1 L ergänzen.

Mit 200g Zucker aufkochen, köcheln, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

2 EL Stärkemehl anrühren und dazugeben.

Den Inhalt des Siebs zufügen

Aprikosen, Feigen, Mandeln, Walnußkerne hacken und zufügen

Die Sultaninen mit 2 EL Rosenwasser zusammen hinzufügen und 20 Minuten köcheln lassen

In Dessertschalen füllen und abkühlen lassen.

Mit Granatapfelkernen und Nüssen dekorieren.


So, das war's. Und wenn ihr diese Leckerei dann an 7 verschiedene Familien und Nachbarn verteilt, dann habt ihr den Sinn des Aşüre kochens erfüllt.

Afiyet olsun, Guten Appetit !




Freitag, 23. Oktober 2015

Peru

Halloooo,

schön da ihr noch da seid!  Wie ich sehe, sind einige Follower abgesprungen, aber so ist es in der heutigen Zeit - immer up to date, oder man ist raus! 

Es gibt immer so viele Veränderungen, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Doch das aller wichtigste, mein Sohn ist gesund in Peru angekommen!

Er ist letzte Woche nach Peru geflogen, zu seiner Freundin, die für ein Jahr dorthin gezogen ist. Der Flug hat 12 Stunden gedauert, und ich saß vor dem Bildschirm, und habe live verfolgt, wie das Flugzeug den Atlantik überquert hat!
Ja echt, es gibt wirklich unglaubliche Seiten im World Wide Web, die ein Segen, aber gleichzeitig auch ein Fluch sein können. Ich saß stundenlang davor und habe beobachtet, wie das Flugzeug aus Paris Abflog, über die Azoren, Venezuela, Kolumbien endlich in Lima gelandet ist. 

Die Landung habe ich nicht mehr mitgekriegt, ich bin eingeschlafen. Irgendwann, mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und habe nur noch das Wort *gelandet* gelesen (Gott sei dank!).

Diese Bilder hat mein Sohn heute über WhatsApp geschickt! :
Posen nach einem anstrengenden Tag!
 

Gletscher in den Anden

Machu Picchu

Machu Picchu, gigantisch schön!!!


Ein Alpaka
Die herrlichen Farben.....
Mit Peru verbindet meinen älteren Sohn und mich sehr viel und liegt Jahre zurück. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich mit dieser Reise ein Kreis sich schließt.

Vor Jahren, als Sohn 1 geboren wurde, war ich eine Architektur Studentin, die noch in den Anfängen ihres Studiums steckte. Das Studium war sehr Zeit intensiv (welches Studium eigenlich nicht!) und ich habe nach der Geburt zwei Semester pausiert und wollte dann, wieder peu à peu zurück an die Uni.

Damals ging es meiner Mutter gesundheitlich gar nicht gut, deshalb fiel sie als Betreuerin für meinen Sohn aus. Just gerade als ich mich umhörte, wo ich meinen Sohn unterbringen konnte, wurde an unserer Uni eine Ganztagsbetreuung Angeboten. Und zwar von einer Mutter, deren Ehemann bei uns studierte.

Dass tolle war, man hatte einen unbenutzten Raum im Hauptgebäude umgebaut, frisch gestrichen und kindergerecht ausgestattet. Alles war bereit, man wartete jetzt auf die Kinder!

Ich glaube, ich war die erste, die ihr Kind mit an die Uni brachte und es dann zur Betreuung bei der lieben M. abgab. Für mich war es sehr praktisch. Wir fuhren morgens zusammen los, ich brachte ihn zur *Tagesmutter* und konnte im Anschluß direkt zur Vorlesung gehen.

Dann in den Pausen waren wir wieder zusammen. Ich habe ihn gewickelt und gefüttert und nach den Vorlesungen habe ich ihn abgeholt und wir fuhren wieder zusammen nach Hause.

Das war für mich so genial!  1 1/2 Jahre lang, bis mein Sohn mit 3 Jahren in den Kindergarten kam, lief unsere Tag so ab.

M. war eine tolle Frau! Selbst Mutter von zwei Kindern, kam sie jeden Morgen mit ihrem Mann zusammen an die Uni und passte auf ihre eigenen Kinder auf, und nebenbei auch auf unsere Kinder.

M. kam aus Peru, und war Lehrerin und konnte sehr gut mit Kindern umgehen. Ich hatte immer ein gutes Gefühl, wenn ich meinen Sohn ihr überließ. Sie sprach mit ihren Kindern spanisch und mit meinem Sohn deutsch. Ganz nebenbei lernte er auch spanisch und wiederholte oft Wörter die er hörte wie z,B. *venga, venga*

M. hat viel von ihrer Heimat erzählt und oft hatte sie Besuch von ihrer Mutter oder auch von ihren Geschwistern, die sie dann auch mit brachte. Peru war zwar sehr weit weg, wurde aber uns sehr vertraut duch M. und ihre Familie.

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass mein Sohn 18 Jahre später M.'s  Heimat besuchen würde! So ist das Leben, sie steckt voller schöner Überraschungen.

Alles Gute...









Donnerstag, 1. Oktober 2015

12 tel Blick, September 2015

Im Wandel der Jahreszeiten, 
wird Monat für Monat 
das gleiche Motiv 
aus der gleichen Perspektive beobachtet.




Der September ist ein herrlicher Monat, ich liebe den September! Und dieser September war wirklich sehr schön, wettertechnisch. Wir haben sehr viele sonnige Tage gehabt, und das ist für den Norden nicht jedes Jahr vergönnt.
Mein Blick hat sich auch wieder verändert, die Hecke und die hinteren Bäume haben ihre Herbstfarben bekommen.
Ja, tatsächlich der Herbst ist da!!!


 So sah es im August aus :





12tel Blick ist eine Idee von Tabea Heinicker.