Freitag, 23. Oktober 2015

Peru

Halloooo,

schön da ihr noch da seid!  Wie ich sehe, sind einige Follower abgesprungen, aber so ist es in der heutigen Zeit - immer up to date, oder man ist raus! 

Es gibt immer so viele Veränderungen, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Doch das aller wichtigste, mein Sohn ist gesund in Peru angekommen!

Er ist letzte Woche nach Peru geflogen, zu seiner Freundin, die für ein Jahr dorthin gezogen ist. Der Flug hat 12 Stunden gedauert, und ich saß vor dem Bildschirm, und habe live verfolgt, wie das Flugzeug den Atlantik überquert hat!
Ja echt, es gibt wirklich unglaubliche Seiten im World Wide Web, die ein Segen, aber gleichzeitig auch ein Fluch sein können. Ich saß stundenlang davor und habe beobachtet, wie das Flugzeug aus Paris Abflog, über die Azoren, Venezuela, Kolumbien endlich in Lima gelandet ist. 

Die Landung habe ich nicht mehr mitgekriegt, ich bin eingeschlafen. Irgendwann, mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und habe nur noch das Wort *gelandet* gelesen (Gott sei dank!).

Diese Bilder hat mein Sohn heute über WhatsApp geschickt! :
Posen nach einem anstrengenden Tag!
 

Gletscher in den Anden

Machu Picchu

Machu Picchu, gigantisch schön!!!


Ein Alpaka
Die herrlichen Farben.....
Mit Peru verbindet meinen älteren Sohn und mich sehr viel und liegt Jahre zurück. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich mit dieser Reise ein Kreis sich schließt.

Vor Jahren, als Sohn 1 geboren wurde, war ich eine Architektur Studentin, die noch in den Anfängen ihres Studiums steckte. Das Studium war sehr Zeit intensiv (welches Studium eigenlich nicht!) und ich habe nach der Geburt zwei Semester pausiert und wollte dann, wieder peu à peu zurück an die Uni.

Damals ging es meiner Mutter gesundheitlich gar nicht gut, deshalb fiel sie als Betreuerin für meinen Sohn aus. Just gerade als ich mich umhörte, wo ich meinen Sohn unterbringen konnte, wurde an unserer Uni eine Ganztagsbetreuung Angeboten. Und zwar von einer Mutter, deren Ehemann bei uns studierte.

Dass tolle war, man hatte einen unbenutzten Raum im Hauptgebäude umgebaut, frisch gestrichen und kindgerecht ausgestattet. Alles war bereit, man wartete jetzt auf die Kinder!

Ich glaube, ich war die erste, die ihr Kind mit an die Uni brachte und es dann zur Betreuung bei der lieben M. abgab. Für mich war es sehr praktisch. Wir fuhren morgens zusammen los, ich brachte ihn zur *Tagesmutter* und konnte im Anschluß direkt zur Vorlesung gehen.

Dann in den Pausen waren wir wieder zusammen. Ich habe ihn gewickelt und gefüttert und nach den Vorlesungen habe ich ihn abgeholt und wir fuhren wieder zusammen nach Hause.

Das war für mich so genial!  1 1/2 Jahre lang, bis mein Sohn mit 3 Jahren in den Kindergarten kam, lief unsere Tag so ab.

M. war eine tolle Frau! Selbst Mutter von zwei Kindern, kam sie jeden Morgen mit ihrem Mann zusammen an die Uni und passte auf ihre eigenen Kinder auf, und nebenbei auch auf unsere Kinder.


M. kam aus Peru, und war Lehrerin und konnte sehr gut mit Kindern umgehen. Ich hatte immer ein gutes Gefühl, wenn ich meinen Sohn ihr überließ. Sie sprach mit ihren Kindern spanisch und mit meinem Sohn deutsch. Ganz nebenbei lernte er auch spanisch und wiederholte oft Wörter die er hörte wie z,B. *venga, venga*


M. hat viel von ihrer Heimat erzählt und oft hatte sie Besuch von ihrer Mutter oder auch von ihren Geschwistern, die sie dann auch mit brachte. Peru war zwar sehr weit weg, wurde aber uns sehr vertraut duch M. und ihre Familie.

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass mein Sohn 18 Jahre später M.'s  Heimat besuchen würde! So ist das Leben, sie steckt voller schöner Überraschungen.

Alles Gute...









1 Kommentar:

  1. Ach du Liebe,
    abspringende Follower gibt es immer mal wieder - ist mir auch schon passiert. Das sollte man nicht zu ernst nehmen. Vielen Dank für deine heutige Geschichte. Übrigens bin ich genau wie du. Als mein Vater in die Heimat flog, habe auch ich nonstop den Flug mitverfolgt und war um Zentner erleichtert, als er sein Ziel heil und gesund erreichte. Du weißt warum...
    Liebe Grüße, und genieße die Bilder, die dir dein Sohn per WhatsApp schickt.

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