Mittwoch, 28. Juni 2017

12tel Blick, Juni 2017


Das Jahr 2017 ist jetzt zur Hälfte um und die Natur ist auf seinem Höchepunkt angelangt. 
Ich liebe diese Sommermonate sehr, weil es in der Natur so schön grün, satt und voll ist. Mein *Blick* hat sich im Juni nicht viel verändert, im Mai war es auch fast gleich. Aber trotzdem habe ich eine kleine Veränderung entdeckt, und zwar ist das Schilf gewachen und deren Enden sind  nicht mehr grün sondern gelblich geworden.




Mai :



Auch muss ich etwas korrigieren. Die Blätter, die man auf dem Mai Foto sieht (oben) sind nicht von meinem Baum, sondern von dem Baum unter dem ich stehe. Deshalb habe ich glaube ich einige Baumkenner ungewollt in die Irre gefüht (sorry).


Ich stehe unter dem Baum links und fotografiere nach rechts...

Die Blätter von meinem Baum sehen so aus :


Jetzt habe ich mal nach den Blättern gegoogelt und bin bei der Stiel-Eiche gelandet. Was glaubt ihr?
Spätestens im Herbst, wenn die Eicheln reifen, habe ich Gewissheit, ob ich richtig liege.

Dann noch eine andere Sache die ich erwähnen muss. Ich habe es seit einpaar Jahren zur Gewohnheit gemacht, zu jedem Monat auch ein passendes Gedicht zu posten. Nun hat sich vor kurzem ein Autor bei mir  gemeldet, dessen Gedicht ich im März gepostet hatte. Ich habe zwar den Namen des Autors genannt, wusste aber nicht, dass ich noch den darunter verlinkten Blog mitangeben muss. Nach dem Hinweis habe ich das Gedicht natürlich sofort gelöscht und habe für mich beschlossen, nie mehr Gedichte von unbekannten Autoren zu veröffentlichen. Ich bleibe dann doch lieber bei den Bekannten Dichtern wie Storm, Hesse, Reinick, Fontane etc.

Nun höre ich mal mit einem kurzen Gedicht von Hermann Hesse auf :



Weiße Wolken

O schau, sie schweben wieder
wie leise Melodien
vergessener schöner Lieder
am blauen Himmel hin!

Kein Herz kann sie verstehen,
dem nicht auf langer Fahrt
ein Wissen von allen Wehen
und Freuden des Wanderns ward.

Ich liebe die Weißen, Losen
wie Sonne, Meer und Wind,
weil sie der Heimatlosen 
Schwestern und Engel sind.

 
  
 Alles Gute ....

12tel Blick ist eine Idee von Tabea Heinicker

Sonntag, 25. Juni 2017

Bugün Bayram / Heute ist Bayram



Heute feiern wir das Ende des Fastenmonats Ramadan.
Ich wünsche euch allen einen friedlichen Feiertag.
Genießt ganz bewusst die Zeit mit der Familie.

Alles Gute....


Freitag, 2. Juni 2017

Grüße aus Antalya....



Herzliche Grüße aus dem sonnigen Antalya. Hier ist es wie immer....sehr sehr schön.
Es ist 27°C mit einer leichten Brise.

Ganz liebe Grüße zu euch...




Montag, 29. Mai 2017

12tel Blick, Mai 2017

Wonnemonat Mai neigt sicht seinem Ende zu und auch bei uns ist der Übergang vom Frühling zum Sommer spürbar geworden. Die Tage sind länger und wärmer.

Mein Baum und die Umgebung hat sich sehr verändert, es ist alles viel satter und grüner geworden.  Diesmal hsbe ich sogar Spaziergänger mit auf's Bild bekommen.
Allerdings weiß ich immernoch nicht, was für ein Baum das ist, hat jemand vielleicht eine Idee?



Und hier kommt mein Mai Gedicht :


Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.


Heinrich Heine (1797-1856)



12tel Blick ist eine Idee von Tabea Heinicker



Donnerstag, 11. Mai 2017

Elira




Heute ist der 11. Mai und meine Tochter Elira wäre 10 Jahre alt geworden, wenn sie gelebt hätte.
Sie ist nun eine kleine Gänseblume oder ein Schmetterling im Paradies....




Wenn du jemals ein Kind verlierst

Wenn du jemals ein Kind verlierst,
wie es mir geschehen ist,
dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen.
Du wirst verstehen, was es bedeutet, vernichtet zu sein
und doch jeden Tag aufzustehen
und den Kessel mit Wasser zu füllen.
Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen.
Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung.
Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen. Das ist alles.
Auf der Straße werden Tränen auf den Gehsteig tropfen
und deine Schuhe füllen.
Sag, die Sonne schiene dir in die Augen.
Wenn du deine Trauer zeigst, vergeht sie nicht.
Wenn du sie verbirgst, vergeht sie nicht.
Sie ist für immer und ewig bei dir,
aber es gibt vielleicht eine Stunde,
in der du dich nicht erinnerst.
Einen Abend, an dem der Himmel blau wie Tinte ist.
Einen Nachmittag, an dem deine Tochter
hinter einer Grille herläuft, die sie niemals fangen wird.
Flüstere den Namen deines Babys.
Dann sei still!

Verfasser unbekannt 
 Nur icinde yat, canim birtanem...

Mittwoch, 10. Mai 2017

Dies & Das

Seit 1 Woche habe ich 4 Kinder....(lach), nein wir haben keine Kinder adoptiert, meine Eltern sind da!!!

Meine lieben Eltern sind wie jedes Jahr auch bei uns zur Besuch und ich habe diesmal richtig wahrgenommen, wie alt meine Eltern geworden sind. Äußerlich haben sie sich sehr verändert, nicht das Gesicht aber ihr Gang und ihr Körper. Bei meiner Mutter habe ich eine Zerbrechlichkeit wahrgenommen, die sie vorher nicht hatte. Und bei meinem Vater fehlt die Ausdauer die er früher hatte. Beide werden sehr schnell müde, können/wollen keine langen Strecken gehen und machen ausgiebig Mittagsschlaf.

Natürlich haben sie auch einen bestimmten Zeitplan, wann sie Essen,- und dann ihre Medikamente einnehmen wollen. Da auch das fünfmalige Beten am Tag ihren Tagesrhythmus bestimmt, bin ich  nur noch am routieren!
Aber alles halb so schlimm, sie sind ja nur für 3 Wochen da, dann wollen sie wieder zurück und den Ramadan in der türkischen Heimat begehen.

Ich empfinde es als eine Bereicherung für meine Kinder, wenn die Großeltern da sind, und sie ihnen ihren Alltag zeigen können. Der kleine Sohn hat mit Judo angefangen und ist ganz Stolz seinem Opa die neu erlernte Judorolle zu zeigen. Er schaut auch ganz neugierig zu, wenn meine Eltern beten, und stellt hinterher 1000 Fragen wieso weshalb warum :)



Morgen ist Elira's Geburtstag, sie wäre 10 Jahre alt geworden, mein kleiner Schmetterling. Es wird wieder ein sehr schwerer Tag für mich werden. Ich vermisse sie so sehr...

Ich möchte euch einen kurzen Gespäch mit meinem kleinen Sohn wiedergeben, der sich mittlerweile sehr oft mit Elira beschäftigt.

J :      Spielt Elira oben?
Ich :   Bestimmt. Im Himmel gibt es bestimmt auch Spielplätze.
J :      Gar nicht. Im Himmel gibt es keine Spielplätze.
Ich :  Woher willst du wissen, dass es im Himmel keine Spielplätze gibt?
         Wir wissen viel zu wenig  über den Himmel.
J :     Ich weiß das. Ich muss es wissen, weil ich war im Planetarium!!!
         Ich weiß, dass es nur Sterne gibt im Himmel.....

Er ist so süß. Bei solchen Gesprächen, (die wir in letzter Zeit öfter führen) muss ich immer so schmunzeln, obwohl das Thema eigentlich sehr schwer wiegt. Aber Kinder bringen immer eine Leichtigkeit, die auch nur sie können. Sie gehen, dank ihrer Unwissenheit und ihrer Unbeschwertheit mit der Trauer ganz anders um und das bringt uns Ältere meistens zum schmunzeln. Ich liebe unsere Gespräche.







Montag, 8. Mai 2017

Lissabon Tag 3 & 4

Ich möchte euch noch schnell meine Fotos vom 3. Tag in Lissabon zeigen, wo wir einen Ausflug in das kleine Städtchen *Cascais* am Atlantik gemacht haben.

Wie die einheimischen haben wir uns am Ostersonntag in die Regionalbahn gesetzt und sind raus aus der Stadt an den Strand gefahren. Wir fuhren nur 40 Minuten und waren da. Die Bahnfahrt war günstiger als eine Tageskarte in Lissabon, ca. 2,70 Euro!!!



In Cascais gab es einen sehr schönen Strand, wo wir unsere Füße ins Meer gesteckt haben, allerdings war das Wasser noch recht kalt, aber einige unerschrockene sind trotzdem geschwommen.





Wir sind die hübschen Gassen entlang geschlendert und haben die Blütenpracht vor den Häusern bewundert.


Nach einem Spaziergang durch die Gassen, haben wir noch Churros gegessen, die wir noch aus Barcelona kannten, das Spritzgebäck welches man mit heißer Schokolade isst.



Einpaar Souveniers gekauft, zum Abend gegessen (meine Sardinen waren leider ungenießbar, weil sie nicht ausgenommen waren!!!) und um 19 Uhr sind wir mit der Bahn wieder nach Lissabon zurück.

Es war ein schöner Tag in Cascais. Meinen Gruß gen Himmel durfte nicht fehlen, das mache ich immer am Strand, egal wo ich bin.



Unser 4. Tag in Lissabon war nicht ganz stressfrei, aber trotzdem sehr schön. Wir mussten unseren Zimmer bis 12 Uhr räumen, durften aber unsere Koffer noch im Hotel lagern. Unser Flug ging um 18.30 Uhr, deshalb hatten wir noch einen ganzen Tag Zeit gehabt.

Wir sind zu Fuß den steilen Weg zum Burg von S. Jorge hochgelaufen und haben unterwegs viele andere Sehenswürdigkeiten gesehen wie z. B. die älteste Kirche der Stadt *Sé Patriarcal* oder das Monument des Schutzheiligen  von Lissabon *Sao Vicente*. Wir kamen auch an dem Aussichtspunkt *Santa Luzia* vorbei, von wo aus wir wieder einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hatten.





Die *Castello Sao Jorge* haben wir leider wegen Zeitmangel nicht besichtigen können.

Beim Abstieg kamen wir wieder an einem Fahrstuhl vorbei, die in unseren Stadtführern nicht verzeichnet war, dafür war die Überraschung und Erleichterung groß, weil wir Ratz Fatz den Berg runtergestiegen sind. Plötzlich befanden wir uns wieder auf dem Marktplatz von *Rossio*.



Dann war es auch schon Zeit unsere Koffer zu holen und auf den Flughafen zu fahren.


Wieder haben wir eine andere, wunderschöne und sehr interessante Stadt kennen gelernt und nächstes Jahr geht die Reise weiter :)


Lisboa adeus !





Sonntag, 30. April 2017

12tel Blick, April 2017

Der April ist auch fast um und hat seinem Namen hier im Norden alle Ehre gemacht. Wir haben einen sehr verregneten, grauen, wolkigen  Monat hinter uns und ich hoffe, dass mit dem Mai auch der Frühling kommt. Die paar Sonnenstrahlen die wir bisher hatten, war definitiv zu wenig.



Mein Blick hat sich auch weiter sichtbar verändert. Der Baum hat schon zarte Blätter bekommen und drum herum ist es auch grün geworden.

Hier kommt mein Lieblingsgedicht über den April :


April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau'n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch' Gesaus' zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist's, man glaubt es kaum:
Heut' Frost und gestern Hitze,
Heut' Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
Auch seinen Freund, den Nordwind, an
Und wehrt er sich, so gut er kann,
Es soll ihm nicht gelingen;
Denn alle Knospen springen,
Und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!


- Heinrich Seidel -

12tel Blick ist eine Idee von Tabea Heinicker





Mittwoch, 26. April 2017

Lissabon Tag 2

Am zweiten Tag in Lissabon, es war der Ostersamstag, haben wir einen echten Sightseeing Marathon hingelegt. Wir haben mit dem *Torre de Belém* angefangen, die liegt ganz im Westen der Stadt und ist am schnellsten mit der Regionalbahn zu erreichen. Doch das wussten wir nicht und sind mit dem Bus bis dorthin gefahren und das war echt anstrengend. Der Bus war zum bersten voll, und es war sehr heiß im Bus. Die Fahrt dauerte an sich nicht lange, aber mit der Regionalbahn ab *Cais do Sodré* wären wir schneller da gewesen. Wie auch immer. 

Als wir vom Bus ausstiegen, haben wir schon das Monument *Padrao dos Descobrimentos* sehen können. Diesen Monument ist als Andenken an die vielen Entdecker gewidmet, die Portugal hervorgebracht hat. An der Spitze steht Prinz Heinrich und dahinter reihen sich dicht gedrängt wichtige Persönlichkeiten jener Zeit :  Kapitäne, Könige, Astronomen, Kartografen und Schriftsteller.





Einpaar Schritte weiter waren wir auch schon am Ziel. Am *Torre de Belém*. Dieser wunderschöner Wehrturm erinnert an die Zeit, als die portugisischen Entdecker von hier aus in See stachen.



Dieser Turm ist wunderschön anzusehen. Wie ich gelesen habe, ist sie im manuelinischen Stil erbaut worden, sowie viele andere Sehenswürdigkeiten in Lissabon auch.

Die Manuelinik ist der früheste portugiesische Kolonialstil, und kann als eine Sonderform der Spätgotik angesehen werden, die um spanische, italienische, flämische Stilelemente sowie um maritime Ornamente (wie Schiffstauwerk) erweitert wurde. Inspiriert wurde sie durch die Reisen der Seefahrer Vasco da Gama und Pedro Alvares Cabral, deren Entdeckungen und Eroberungen Portugal seinerzeit einen besonderen Reichtum bescherten. Damit ähnelt der Stil dem Wesen nach anderen manieristisch anmutenden Stilen der ausgehenden Gotik (wie Flamboyant in Frankreich und England). Der Manuelinische Stil lebt in den Verzierungen der portugiesischen, spanischen, mexikanischen und kolonialen indischen Kunst weiter, die er beeinflusst hat. (Wikipedia).




Nachdem  wir beide Bauwerke ausreichend gesehen und fotografiert haben ging es weiter. Und zwar Richtung MAAT Museum (Museum of Art, Architecture and Technology), die lag auch auf unserer Strecke und war zu Fuß in einpaar Minuten zu erreichen. Mich hat die Architektur des MAAT Museums angesprochen. 





Sie fügt sich wie eine Welle in ihre Umgebung ein und ist in keinsterweise aufdringlich wie manch andere Museen. Das Dach ist begehbar und und die Fassade mit ihren 15.000 Kacheln reflektiert die Umgebung. Auch hier haben wir lange verweilt. Über eine Rampe sind wir auf das Dach des Museums gestiegen, und haben das Panorama genossen.

Nach einer kleinen Verstärkung in einem Cafe direkt an der Promenade mit einem Superblick auf die beiden Sehenswürdigkeiten, die wir noch im Visier hatten, ging es weiter. 

   

Unser nächstes Ziel war die Jesus Statue.

Die *Cristo Rei* wie sie hier genannt wird, lag auf der anderen Seite des Flusses, also nicht mehr in Lissabon, sondern in Almada. Es gab mehrere Verbindungen dorthin, Fähre oder Bus. Wegen Zeitersparniss haben wir einen Taxi genommen, und das war echt eine tolle Entscheidung, weil die Taxis sind überhaupt nicht teuer. Wir haben 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Weil über die Brücke des 25 April (Ponte 25 De Abril) wollten wir sowieso sehr gerne rüber fahren und es war die bequemste Art um zu der Jesus Statue zu gelangen.

Bezahlt haben wir nur 20 Euro (eigentlich 14,50 Euro plus 1,70 Euro für die Brückenmaut und Trinkgeld). 

 
Die Cristo Rei (Jesus Statue) ist in Lissabon von überall zu sehen. Mit geöffneten Armen ist die Statue auf die Stadt Lissabon zugewendet Sie ist auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Tejo. Die Statue ist 28 Meter hoch und somit die siebthöchste Christusstatue der Welt. 




Wir haben sehr lange auf dieser Anhöhe gestanden und die Umgebung beobachtet. Man hat von hier  einen wunderbaren Ausblick über  Lissabon und über die Brücke des 25. April, die dem Golden Gate Bridge in San Francisco ähnelt. Sie ist auch von der gleichen Firma gebaut worden, der American Bridge Company und sogar der Stahl wurde aus Amerika imporiert.




Die Bauarbeiten begannen 1962 und waren 1966 beendet. Am Anfang hieß sie die *Salazar Brücke*, doch nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974 wurde sie umbenannt.

Die Ponte 25 de Abril (deutsch: Brücke des 25. April) ist ein 3,2 Kilometer langer Brückenzug in Portugal mit einer 2278 Meter langen Hängebrücke über den Tejo. Sie ist weltweit, die drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie verbindet in Nord-Süd-Richtung den Lissabonner Stadtteil Alcantara mit der Stadt Almada. Über die Brücke führt in sechs Spuren die Autobahn. Unter den Einheimischen wird sie schlicht Ponte genannt.


Nachdem wir noch eine Stunde unter einem Olivenbaum zu Füssen Jesus gelegen und uns ausgeruht haben, sind wir wieder Richtung Lissabon aufgebrochen.

  
Diesmal haben wir den Bus genommen, der von der Statue direkt zum Fährterminal fährt. Zu unserem Glück fuhr die Fähre gleich nach dem Einsteigen los und wir waren in einer halben Stunde wieder da wo wir unseren Tag begonnen haben, in *Cais do Sodré*, der wichtigsten Zug-, Fähr- und Metrostation.



Von dort ging es direkt weiter in die Gassen von Bairro Alto.

In den Gassen gab es viele kleine Läden, die ich unter normalen Umständen alle nacheinander abergeklappert hätte, aber ich brauchte etwas süßes und einen Kaffee wollte ich auch trinken. Es gibt zwar den ganz berühmten Bäcker, der die berühmten Pasta de Nata herstellt, aber um den zu suchen hatten wir keine Lust, deshalb sind wir in die nächste Cafeteria rein gegangen und die köstlichen *Vaniliepuddingtörtchen* probiert.


Die haben köstlich geschmeckt. Ich kann es nur empfehlen, wenn ihr in Lissabon seid, dann unbedingt diese leckeren Törtchen probieren.

Dann ging es weiter, aber diesmal ohne Ziel. Einfach nur die Straßen entlang, die Häuser anschauen, deren Fassaden mit Kacheln gefliest waren, den Straßenbahnen ausweichen...




 ...und plötzlich standen wir vor diesen Treppen.



Wir liefen diese Treppen langsam schlendernd runter und haben dann diesen Ausblick.



Im nachhinein habe ich festgestellt, dass wir von der Oberstadt Baixa in die Unterstadt Chiado runter gelaufen sind.



Hier war einer der berühmten Plätze in Lissabon, der Praca de Dom Pedro IV, doch die Lissabonner nennen diesen Platz den *Rossio*.

Dieser Platz war ein zentraler Treffpunkt, hier gab es Cafes, Restaurants, einen wunderschönen Metro Eingang, Terrassencafes, Geschäfte etc.

In einem Geschäft gab es Sardinendosen mit verschiedenen Jahreszahlen und den wichtigsten Weltereignissen. Das war der Hit bei den Touristen, es wurden Mitbringsel in den jeweiligen Geburtsjahren der Liebsten gekauft. Ich fand,  es eine geniale Geschäftsidee!!!



Noch einpaar Fotos gemacht, bevor die Dämmerung hereinbrach.



Gegessen haben wir in einem zufällig gefundenen, typisch portugisischem Lokal mit einheimischer Küchen.  Es gab Stockfisch mit Kartoffeln in Olivenöl mit Salat. Leider habe ich die Vorspeise nicht fotografiert, ist mir eingefallen, als ich es schon verputzt hatte :)

Jedenfalls gab es eine riesen Krokette mit Käse, Brot und Oliven- genau mein Geschmack. Vorspeisen kommen in Portugal ungefragt an den Tisch und werden dann auch extra berechnet. Wer es nicht möchte kann es abbestellen.




Nach dem Essen haben wir zur Verdauung den gleichen Weg zurück genommen, aber nicht über die Treppen sondern sind die steilen Seitenstraßen hoch gelaufen.

Das war ein sehr anstrengender Tag. Im Hotel angekommen haben wir erstmal die Füße hochgelegt.

Unser dritter Tag in Lissabon war sehr entspannt. Wir waren in Cascais, am Atlantik. Doch davon erzähle ich in der nächsten Post.

Ich hoffe es war nicht langweilig, alles Gute